Auckland

Samstag, 28.06.2014

So, Jetlag ist nun seid einer Woche überstanden, sodass ich jetzt meinen nächsten Blogeintrag zu einer humanen Zeit (17:00) verfassen kann. :) Ein Glück!

Vorher aber erkläre ich kurz den Begriff Gassie, der bei dem ein oder anderen bei meinem letzten Blogeintrag für Verwirrung gesorgt hat. Entschuldigung dafür.

Ein Gassie ist ein Mitglied der Organsisation Gass (German Australian Scholarship Students). Gassmitglieder sind ehemalige Stipis, Stipendiaten, die einst am selben Austauschprogramm mitgemacht haben wie ich und sich nun ehrenamtlich für den Verein engagieren.

Sie organisieren Zusammenkünfte der Stipendiaten und Ehemaligen in Deutschland und Australien, wie Camps oder Regionaltage und unterstützen die aktuellen Stipendiaten wo es geht. Mittlerweile bildet Gass ein großes Netz von jungen, engagierten und supernetten Menschen in ganz Deutschland und Australien, eine super Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Nach meiner Rückkehr habe auch ich die Ehre, zu einem Gassie zu werden und somit Teil einer großartigen Community zu werden. :)

http://www.gass-germany.de/index.php?m=gass&c=verein --> Die offizielle Erklärung, falls meine zu umständlich ist. :)

Jetzt kommen aber die versprochenen Fotos.

Scarlett und ich wieder vereint!!! Nachdem wir uns außerordentlich dramatisch am Flughafen begrüßt hatten, Scarlett war schreiend auf mich zugelaufen, ich hatte meine Taschen fallen lassen, um ihr entgegenzurennen, schossen wir nun gegen 2:00 morgens, als wir bei daheim ankamen, dieses Foto. Ja, die Uhrzeit sieht man uns an...

Von der Familie wurde ich total süß empfangen. Außer Cosh, Scarletts Mutter, die mich am Flughafen abgeholt hatte, lernte ich Scarletts Familie, Jason, Milly und Ada erst am nächsten Morgen kennen. Sie sind alle superlieb und ich fühlte mich sofort wie ein Teil der Familie. Ada hat mich auch schon zu ihrer 4 . Schwester erkoren. Yes!!! :D

Dann ging es gleich am Morgen nach meiner Ankunft schon durchs winterliche Wetter in die Schule! Aufregend!!!

Ich mache noch einen Blogeintrag über die Schule.

Am Freitagabend ging es zu einem Nachtmarkt in einem Parkhaus, wo es vorallem Essen, aber auch Kleidung und anderes zu kaufen gibt. Es war großartig, hier stoßen so viele Kulturen aufeinander und das Essen ist superlecker!!!

Dumblings. ;-) Lecker!!!

 

Das Leckerste, das ich je gegessen habe: Churros. Eigentlich spanisch, habe ich die aus Donutteig frittierten, knusprigen Stangen hier zum ersten Mal probiert und mich sofort unsterblich verliebt! Noch Karamellsoße dazu und das Glück ist perfekt. Haha, ich glaube am euphorischsten werde ich wohl vom Essen schwärmen...

Am nächsten Tag ging es für Lucy und mich erstmalig ins Herz von Auckland. In unmittelbarer Nähe von dem Laden, in dem Scarlett samstags arbeitet, ist dieses tolle Café, das jetzt wahrscheinlich zwei Stammgäste mehr hat. :) 

Da schlägt das Mädchenherz gleich höher...

Scarletts süßer Laden liegt in der Karangahape Road, eine Straße voller Secondhandläden, in denen es günstig richtig schöne Sachen zu kaufen gibt. Das hier ist zwar weder Scarletts noch ein Secondhandladen, aber günstig und schön ist er auch! Und so könnt ihr euch auch ungefähr den Rest der Shops in der Karangahape Road vorstellen. Traumhaft! Abends verwandelt sich diese Straße übrigens angeblich zum Strich der Stadt. Ich war abends aber noch nicht dort... :P

Das ist immer seltsam: Da steht eingeengt, mitten zwischen den riesigen, hochmodernen Wolkenkratzern solch ein Gebäude, als wäre es vom Himmel gefallen und am falschen Platz gelandet. :D Das sieht man öfter hier.

In Auckland geht es, ähnlich wie in Melbourne, immer rauf und runter. Dabei sind die Straßen teilweise so steil, dass sie von weiter weg aussehen wie eine Wand. Wer die Lehrhohl in Koblenz kennt: So steil sind hier die meisten Straßen mindestens. Auto oder Bus fahren ist also schon ein großes Vergnügen. :)

 

Der Weg runter die Queenstreet, Aucklands Shoppingstraße, Richtung Hafen.

Der beste Musikshop, in dem ich je war! Wenn man da wieder raus kommt, fühlt man sich ganz benebelt...

Diese Cookies werde ich wohl mit am meisten vermissen, wenn es wieder heimwärts geht.

Am Hafen angekommen, nahmen Lucy und ich die nächste Fähre nach Devonport, eine günstige Gelegenheit, um die Skyline zu betrachten. Lucy schoss wie so oft gefühlte Millionen Fotos. :D Aber ich bin dankbar dafür, dann muss ich nicht so viele mit meinem Handy machen.

Die Skyline!!! *-* 

Das Fährhaus bietet wieder ein super Beispiel für diesen krassen Kontrast zwischen Alt und Neu. Sieht es nicht aus, wie ins Bild reingebastelt oder so?! :D 

Zurück am Hafen. Na, was macht Lucy da wieder?! :D

Mein absoluter Lieblingsbahnhof! Sauber, warm, gute Sitzmöglichkeiten, freies Wlan und richtig guter Kaffee! Mein neues zu Hause! :P

Aber der von Glen Eden ist auch ganz hübsch.

Sonntagabend schaute ich mir mit Scarlett und ein paar Freunden von ihr ein professionelles Frisbeematch an, in dem auch Scarletts Biologielehrer mitspielte. Ich kannte diesen Sport zuvor nicht, aber es macht aber einen Riesenspaß, dabei zuzusehen. Die Stimmung war auch richtig gut! 

Das war meine erste Woche im beeindruckenden Auckland. Eine Stadt, die lebt, in der alle Leute superfreundlich sind, in der es selbstverständlich ist, Fremden zumindest ein Lächeln zu schenken. Busfahrer, Verkäufer, Fußgänger: Alle sind stets gut gelaunt und herzlich. Toll!

Ich kann nur sagen, dass ich mich hier superwohl und zu Hause fühle, auch wenn alles total anders ist. Aber dass ich nun am anderen Ende der Welt bin, werde ich wohl trotzdem nie oder erst sehr spät begreifen. Das Internet lässt die Distanz zwischen mir und Deutschland noch mehr schrumpfen, wodurch die Realität noch unbegreiflicher wird. Aber dadurch wurde ich bisher auch vom Heimweh verschont. :)

Bis bald,

eure superglückliche, das Wort "super" wohl viel zu oft anwendende Mascha.